Maria Lassnig Biografie

Maria Lassnig Biografie
Maria Lassnig Biografie

Maria Lassnig Biografie:- Maria Lassnig wurde am 8. September 1919 in einem Bauernhaus in Kappel am Krappfeld, Kärnten, geboren und wuchs bis zu ihrem sechsten Lebensjahr bei ihrer Großmutter auf. Sie kam 1925 nach Klagenfurt und besuchte nach der Volksschule das Ursulinengymnasium, wo sie 1939 mit Auszeichnung maturierte. Anschließend absolvierte sie eine einjährige Ausbildung zur Volksschullehrerin. Für ihr Lebenswerk erhielt Lassnig 2013 den Goldenen Löwen auf der 55. Biennale in Venedig. Am Ende ihrer Karriere, als sie in den Sechzigern war, erlangte Lassnig in ganz Europa großes Ansehen.

Von 1968 bis 1980 lebte Lassnig in New York City. Zwischen 1970 und 1972 studierte sie Animation an der School of Visual Arts in New York City. In dieser Zeit entstanden sechs Kurzfilme, darunter Selfportrait und Couples. Im Alter von 73 Jahren produzierte sie 1992 ihren bekanntesten Film, Cantata. In Cantata wird durch Text und Musik ein filmisches Selbstporträt der Künstlerin vermittelt. Ende der 1960er Jahre gab Lassnig die abstrakte Malerei auf und konzentrierte sich ausschließlich auf den menschlichen Körper und die Psyche. Seither sind hunderte weitere Selbstporträts entstanden.

Mathilde Gregorz, Marias Mutter, und ihr Vater wurden beide unehelich geboren, und Marias Tochter ist eines der geschändeten Kinder in Kappel am Krappfeld. Da Sklaven, Mägde und Tagelöhner nicht heiraten durften, waren uneheliche Nachkommen weit verbreitet. Die kleine Maria empfindet ihren Vater als Rohling und ihn selbst, als er schließlich Kontakt zu ihr aufnimmt, als einen schrecklichen Elternteil. Die Mutter kann “Riedi” erst essen, wenn sie fünf oder sechs Jahre alt ist; vorher wird sie ignoriert und bei ihrer Großmutter sich selbst überlassen.

Seit 1992 macht Lassnig mit Ausnahme der Produktion alles selbst: Konzept, Erzählung, Gesang, Zeichnung und Animation. In 14 Strophen erzählt sie von ihrem Leben, deren Refrain lautet: “Es ist die Kunst, ja, sie macht mich jünger und jünger, sie macht den Geist erst hungrig und dann satt.” Die “Haferln” (= Kaffeetassen) flogen hin und her, und der Jüngling musste die Streitereien der Eltern ertragen. Dieses frühe Trauma und die Angst vor dem Ertrinken verhinderten, dass Lassnig jemals heiratete.

Die 94-jährige österreichische Künstlerin Maria Lassnig hat den nackten Körper mit verblüffender Offenheit dargestellt. Ihre flüssigen, leuchtenden Pinselstriche erinnerten stark an die Farbe und Textur ihrer eigenen alternden Haut, trotz der manchmal zweideutigen Natur der von ihr gewählten Persönlichkeiten. Lassnig erlangte seit den 1940er Jahren auf dem europäischen Festland und in den Vereinigten Staaten Bekanntheit, doch ihre erste Einzelausstellung fand erst 2008 statt, als sie bereits über 90 Jahre alt war.

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Maria Lassnig Biografie:- September 8, 1919

Lassnig hat immer Selbstporträts gezeichnet, obwohl sie ihre Karriere als abstrakte Malerin begann. Nachdem sie Wien verlassen hatte, war eines ihrer ersten Werke das Expressive Selbstporträt. Lassnig erfand 1948 den Begriff “Körperbewusstsein”, um ihre Technik zu charakterisieren. Mit dieser Methode zeigte sie nur die Teile ihres Körpers, die sie am stärksten empfand. Viele ihrer Selbstporträts zeigen daher Personen mit fehlenden Körperteilen oder in ungewöhnlichen Farben.

Im Gegensatz dazu wurde das Atelier von Maria Lassnig in der Klostergasse 1 saniert. Nachdem das südlich angrenzende Gebäude am Heiligengeistplatz abgerissen wurde, um einem Kaufhaus Platz zu machen, stand es über 40 Jahre lang als schwer beschädigter Abbruchrest in einer engen Gasse als Denkmal. Die Familie Nicolini kaufte das historische Gebäude, das zum Abriss vorgesehen war. Viele Jahre wurden für die Restaurierung des historischen Ateliers aufgewendet; das angrenzende unbebaute Grundstück musste geschlossen werden. Das Atelier befindet sich heute in diesem Haus.

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In Österreich war Maria Lassnig in den 1950er Jahren maßgeblich an der Entwicklung des Informel beteiligt. Internationale Bekanntheit erlangte sie mit ihren “Körperbewusstseinsbildern”, in denen sie jegliche künstlerische Beschränkung aufgab. Sie gehörte zu den ersten, die sich mit der Stellung der Frau in der Kunstwelt und in der Gesellschaft auseinandersetzten. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stand die Darstellung physiologischer Erfahrungen und nicht der Körper als Objekt.

Nachdem sie 1968 nach New York gezogen war, war Lassnig noch mehr von der Vision des Konsumenten fasziniert. Die allgegenwärtige Plastikverpackung der modernen Zivilisation ist bereits 1971 in einem Obststillleben zu sehen, aber Lassnig wendet sie bald auf ein noch größeres Thema an: den menschlichen Körper. Das Selbstporträt in Plastik (1972) war das erste der vielen widersprüchlichen Auftritte des Materials mit dem menschlichen Körper, als Bild der Bewahrung oder des Erstickens, als Zierde oder als Isolationsbarriere.

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Lassnig wurde 1980 auf einen Lehrstuhl an der Universität für angewandte Kunst in Wien berufen, mit den Schwerpunkten Malerei und Animationsfilm. Ihre Selbstporträts befassen sich häufig mit dem Thema des Exzesses und der erzwungenen Trennung. Später erweiterte sie ihre Auseinandersetzung mit mythischen Themen, der Natur und dem “Landleben” und untersuchte weiterhin Figur-Grund-Konflikte. Seit den späten 1990er Jahren setzt sich Lassnig in ihren so genannten Drastischen Bildern mit existenziellen Themen wie der Verbindung zwischen Generationen und Lebensstilen, aber auch mit Unterdrückung, Zerstörung, Vergänglichkeit und Tod auseinander.

Kirstin Breitenfellner, Maria Lassnig hat mich schon lange gereizt, auch weil ich eine Verbindung zwischen ihrer körperbewussten Malerei und meiner Lyrik, in der der Körper eine große Rolle spielt, gesehen habe. Ich habe mich sehr gefreut, dass ein Gemälde von Maria Lassnig, das im Lentos Museum Linz hängt, auf dem Cover meines Gedichtbandes “Das Ohr hört nur aus dem Horchen” von 2005 abgebildet ist, hatte aber nie die Gelegenheit, sie persönlich kennenzulernen.